„Wenn ich diese gesegnete Gegend am Südfuß der Alpen wieder sehe, dann ist mir immer zumute, als kehrte ich aus der Verbannung heim." Insgesamt 43 Jahre lebte und arbeitete Hermann Hesse im Tessin. Wer den Spuren des Literatur-Nobelpreisträgers durch Ascona oder Lugano folgt, taucht ein in die farbenprächtige Welt des Tessins, die den berühmten Schriftsteller auch zum Malen inspirierte.

„Die Tessiner Landschaft hat mich stets wie eine vorbestimmte Heimat oder doch wie ein ersehntes Asyl angezogen“, schrieb Hesse in „Wahlheimat“. Werk und Werdegang Hesses sind untrennbar mit dem Tessin verbunden. Hier entstanden viele seiner wichtigsten Romane wie „Klingsors letzter Sommer“, „Sidhhartha“, „Narziss und Goldmund“, „Die Morgenlandfahrt“ und „Das Glasperlenspiel“.

 

Das Hermann Hesse Museum

Das Museum Hermann Hesse in Montagnola wurde 1997 in den Räumen des Torre Camuzzi eingerichtet. Es liegt in direkter Nachbarschaft zur malerischen Casa Camuzzi.

Eine Dauerausstellung präsentiert die wichtigsten Stationen des Nobelpreisträgers für Literatur, der in der bezaubernden Landschaft seiner Wahlheimat auch zum Maler wurde. Thematische Schwerpunkte, zum Beispiel zu Indien oder zur Entstehung des Glasperlenspiels, geben den Besuchern die Möglichkeit, dem Schreibprozess des Schriftstellers nachzuspüren.

Das vielfältige Programm mit Lesungen, Vorträgen, Wechselausstellungen und geführten Wanderungen macht das Museum zu einem wichtigen und lebendigen Begegnungszentrum.

Ein Spazierweg lädt dazu ein, durch die Welt von Hermann Hesse zu wandern. Von der Piazza Brocchi in Montagnola führt der Weg zu Hesses Haus. Von Moia kehrt man auf die Piazza Brocchi zurück und besucht das Hesse-Museum im Turm der Casa Camuzzi. Der Dichter liegt auf dem Friedhof von Gentilino begraben, in der Nähe der Kirche Sant'Abbondio.

 

Villa Carona